Valentino Rossi testet die YZF-R1

Valentino Rossi

Valentino Rossi testet die YZF-R1

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Es ist nur recht und billig, dass der Fahrer, der maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der M1 MotoGP-Rennmaschine hat, auch einer der ersten ist, der die neue 2007-er YZF-R1 testet.

Es ist nur recht und billig, dass der Fahrer, der maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der M1 MotoGP-Rennmaschine hat, auch einer der ersten ist, der die neue 2007-er YZF-R1 testet. Schließlich hat die R1 die gleiche DNA wie die M1.

Valentino war von den Fähigkeiten der neusten R1 hellauf begeistert, als er das Motorrad auf der Losail Rennstrecke in Qatar ausgiebig testete. „Der erste Eindruck ist hervorrragend“, kommentierte Vale. „Im Vergleich zum Vorgängermodell ist es ein deutlicher Schritt nach vorn. Das erste, was man auf der Rennstrecke deutlich verspürt, ist der Motor. Unten rum hat der Motor mehr Druck und ist außerdem sehr drehfreudig. Von daher ist das Motorrad leicht zu fahren. Aber auch das Fahrwerk wurde maßgeblich verbessert. Das Motorrad fühlt sich kleiner und kompakter an, was ein echter Zugewinn beim Handling ist. Es lässt sich außerdem beim Kurveneingang präziser einlenken.“

Rossi bemerkte außerdem die Wirkungsweise des YCC-T. Schließlich kennt er die Vorzüge dieses elektronischen System zur Drosselklappensteuerung von seinem MotoGP Renner. „Dieses System ist äußerst hilfreich, weil die Verbindung zwischen Gasgriff und Motor noch direkter arbeitet. Und das ist einfach besser“, ist sein Kommentar. „Dieses System gibt Dir beim Beschleunigen mehr Gefühl. Man kann früher und schneller ans Gas gehen. Für einen MotoGP Renner ist dieses System äußerst wichtig. Die Motorleistung ist extrem hoch und die Art und Weise, in der sich die Leistung umsetzen lässt, ist unerlässlich für schnelle Rundenzeiten. Besonders, wenn das Motorrad in den Slide übergeht. Diese Erkenntnisse aus der MotoGP wurden für die R1 adaptiert. Besonders beim Beschleunigen hat man ein direkteres Feeling und kann die Motorleistung besser kontrollieren.“

Auch die Vorteile des variablen Ansaugsystems YCC-I liegen für Rossi klar auf der Hand; schließlich trägt es ebenfalls dazu bei, das Abrufen der Leistung zu verbessern. „Das YCC-I ist ein Riesenvorteil bei einem so leistungsstarken Motorrad, weil sich die Power viel leichter abrufen lässt und das in einer sehr gleichmäßig verlaufenden Leistungskurve. Auf der Rennstrecke ist es sicherlich ebenso wichtig wie auf normalen Straßen. Auch hier, wo man natürlich langsamer unterwegs ist, gibt einem das System eine bessere Rückmeldung vom Motor.“ Rossi sieht deutliche Parallelen zu seiner M1, besonders auch bei Kurvenfahrten.

Das Motorrad ist bei Bremsen sehr stabil und vom Vorderrad bekommt man beim Einlenken in die Kurve eine gute Rückmeldung, so dass man die Kurve sehr schnell angehen kann. Auch bei maximaler Schräglage fühlt man sich sehr wohl. Man hat stets eine gute Rückmeldung über die Reifen und ihren Grip. Auch die Kupplung ist für ein MotoGP Motorrad sehr wichtig. So wurde die Anti-Hopping Kupplung der M1 auf die R1 übertragen. „Dadurch, dass sie das Blockieren oder auch Stempeln des Hinterrads vermeidet, kann man deutlich schneller in die Kurve hineinfahren“, stellt Rossi fest. „Der erste Eindruck war sehr gut.“

Der Mann, der für die Entwicklung der R1 verantwortlich zeichnet, ist Projektleiter Toyishi Nishida. Während der Vorstellung der R1 in Qatar verdeutlichte er, welchen Einfluss der Rennsport auf die neue R1 hatte. Auch die aktuellste R1 ist das Ergebnis der Fortsetzung einer konsequenten Produktentwicklung, bei der keinerlei Kompromisse gemacht wurden. „Meine Vision war, dass die neue R1 ein noch höheres Maß an Fahrspaß vermitteln sollte, besonders auf der Rennstrecke. Außerdem galt es, die Leistungskurve und daamit auch die Fahrbarkeit zu optimieren. Und natürlich wollten wir auch eine höhere Motorleistung erzielen“, erklärt Toyishi Nishida.

Neben vielen Einzelvorteilen, die vom MotoGP-Rennmotorrad abgeleitet wurden, setzte Nishida zwei besondere Schwerpunkte: „Die R1 ist stark beeinflusst vom YCC-T-System der M1. Der zweite Schwerpunkt ist die Balance bei der Festigkeit des neuen Fahrwerks“, erklärt Nishida. „Natürlich sind es am die drei klassischen Bereiche, die ein ultimatives Motorrad für Rennstreckeneinsätze ausmachen: der Motor, das Fahrwerk und die Anbauteile.“

Bei dem Motor ging es zwar auch um die Erzielung einer höheren Endleistung, aber wichtiger war die Verbesserung der Leistungsentfaltung im mittleren Drehzahlbereich und eine harmonische Leistungskurve. Beim Chassis galt es, das Fahren für den Fahrer noch angenehmer und entspannter zu gestalten. „Es ging uns um eine Verbesserung der Rückmeldung von der Straße an den Fahrer“, erklärt Nishida. „Bei der Überarbeitung des Bodywork wurde die Aerodynamik optimiert, aber auch die Effizienz der Kühlung verbessert.“

Im Winter 1997 ist eine neuer Star in der Welt der 1-Liter-Sportmaschinen aufgetaucht: die Yamaha YZF-R1. Diese Maschine war nicht einfach nur ein neues japanisches Motorrad, sondern vom ersten Moment an ein Symbol, ein einzigartiges, „kompromissloses“ Motorrad, für die Straße konstruiert, aber ebenso bereit, sich den Rennstrecken Maschine, die ebenso wie ihre Vorgänger das Gefühl für die Rennstrecke in den Genen und Wettkampfgeist in jeder Komponente hatte.

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